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Minen, Munition und Granaten: Zertifizierung zur Kampfmittelsondierung im Fokus

Alleine in Niedersachen sind im vergangenen Jahr 156 Tonnen Kampfmittel aus beiden Weltkriegen geborgen und unschädlich gemacht worden. Aktuell häufen sich Medienberichte, wonach bei hochsommerlichen Temperaturen die Gefahr von Waldbränden steigt und eine weitere Gefahr damit einhergeht: Die Entdeckung von Minen, Munition und Granaten. Knapp 80 Jahre nach Kriegsende gewinnt das Thema „Kampfmittelsondierung“ weiter an Brisanz: Immerhin wurde alleine im Zweiten Weltkrieg in Deutschland eine Bombenlast von 1,4 Mio. Tonnen abgeworfen, 1000 Städte und Orte wurden bombardiert. Belastbare Schätzungen gehen davon aus, dass aktuell bundesweit noch ca. 100 000 Tonnen Blindgänger an unterschiedlichen Orten und in unterschiedlichen Fundtiefen im Boden liegen, rund 5000 Bomben werden jährlich in Deutschland geräumt.

Zertifizierung gewinnt an Bedeutung für Kampfmittelräumfirmen

Vor diesem Hintergrund bietet die Zertifizierung Bau GmbH eine Zertifizierung zur Kampfmittelsondierung an. Unternehmen, die in Hamburg Arbeiten im Bereich Kampfmittelräumung durchführen, müssen eine Zertifizierung entsprechend dem Merkblatt 11 der BUKEA nachweisen. Dieser Nachweis kann entweder über eine Zertifizierung nach DVGW Arbeitsblatt W120 erfolgen oder über eine Zertifizierung nach dem Anforderungskatalog im Anhang des Merkblatts 11. Dies hat Gültigkeit vor allem für Kampfmittelräumfirmen.

Gefahren durch Blindgänger sind bekannt

In Zusammenarbeit mit der Zertifizierung Bau und dem Hamburger Senat ist bereits 2015 eine Schulung zu Kampfmittelsondierungsbohrungen ins Leben gerufen worden. Gerade in Hamburg sind die Gefahren durch Blindgänger bekannt. Inhalte der Schulung, die regelmäßig über das Team der Zertifizierung Bau angeboten wird, sind unter anderem die Pflicht zur Kampfmittelerkundung, rechtliche Grundlagen, Bohrverfahren und Probenahmen sowie Dokumentation von Bohr- und Verfüllmaßnahmen. Gemeinsam mit der Hamburger Umweltbehörde ist darüber hinaus ein Merkblatt entwickelt worden. 

Zertifikat mit fünf Jahren Gültigkeit

Für Unternehmen, die eine Zertifizierung zur Kampfmittelsondierung durchlaufen haben, hat das Zertifikat eine Gültigkeit von fünf Jahren. In der Mitte des Gültigkeitszeitraums wird ein Überwachungsaudit durchgeführt. Zur Aufrechterhaltung des Zertifikats muss nach fünf Jahren ein Rezertifizierungsaudit erfolgen. Bei Fragen zur Zertifizierung zur Kampfmittelsondierung steht Ihnen Herr Andreas Stumm gerne zur Verfügung. Weitere Information dazu finden Sie auch hier.

Ihr Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Andreas Stumm
+49 30 206131-264
stumm(at)zert-bau.de

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