Mit der Ausgabe 2026 erreicht der ZNU-Standard „Nachhaltiger Wirtschaften“ eine neue Entwicklungsstufe. Die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) stuft die neue Ausgabe als akkreditierungsfähig ein.
Die Zertifizierung Bau GmbH hat die Akkreditierung beantragt und kann bereits erste Zertifikate nach dem neuen Standard vergeben. Gegenüber der Ausgabe 2018 wurden Anforderungen präzisiert und aktuelle regulatorische Entwicklungen aufgenommen. Besonders wichtig: Die DAkkS führt den ZNU-Standard Version 3.0 vom 9. Februar 2026 als akkreditierungsfähiges Programm. Damit ist die Grundlage geschaffen, Zertifizierungen künftig unter staatlich überwachter Akkreditierung durchzuführen.
In etablierte deutsche Akkreditierungs- und Konformitätsbewertungsstruktur eingebunden
Für Unternehmen – insbesondere für Bauunternehmen – erhöht das die Verlässlichkeit und Nachvollziehbarkeit des Zertifikats gegenüber Auftraggebern, Kunden und Geschäftspartnern. Technisch beruht der ZNU-Standard zwar auf einer anderen Akkreditierungsgrundlage als Managementsystemzertifizierungen nach ISO 9001 oder ISO 14001. Er ist nun jedoch ebenfalls in die etablierte deutsche Akkreditierungs- und Konformitätsbewertungsstruktur eingebunden und erhält damit ein deutlich höheres Vertrauensniveau.
Die Zertifizierung Bau GmbH gehört zu den zugelassenen Zertifizierungsstellen für den ZNU-Standard und hat im April 2026 bei der DAkkS den Antrag auf Akkreditierung für die neue Ausgabe gestellt. Eine abgestimmte Übergangsregelung ermöglicht es, bereits vor Abschluss des Akkreditierungsverfahrens bis zu zehn Zertifikate nach dem ZNU-Standard 2026 auszustellen. Bauunternehmen können damit schon jetzt auf die neue Ausgabe umsteigen.
An Bedeutung durch „Empowering Consumers for the Green Transition“ gewonnen
Der Standard bietet gerade der Bauwirtschaft einen praxisnahen Rahmen, um Nachhaltigkeit systematisch in bestehende Unternehmensstrukturen zu integrieren. Zu den Neuerungen zählen unter anderem die doppelte Wesentlichkeitsanalyse, verpflichtende Kennzahlen, weitergehende Anforderungen an Klimaschutz und Klimaanpassung sowie die stärkere Berücksichtigung nachhaltigkeitsbezogener Finanzentscheidungen. Bestehende Managementsysteme nach ISO 9001 oder ISO 14001 können sinnvoll eingebunden und gemeinsam auditiert werden.
Zusätzliche Bedeutung gewinnt die neue Ausgabe durch die EU-Richtlinie „Empowering Consumers for the Green Transition“ (EmpCo), deren nationale Umsetzungsregelungen seit dem 27. September 2026 anzuwenden sind. Sie verschärft unter anderem die Anforderungen an Nachhaltigkeitssiegel sowie an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen in der kommerziellen Kommunikation. Nachhaltigkeitssiegel müssen grundsätzlich auf einem glaubwürdigen Zertifizierungssystem beruhen oder von einer staatlichen Stelle festgesetzt sein; pauschale Umweltaussagen benötigen eine belastbare Grundlage.
Nachvollziehbare Nachhaltigkeitsleistungen gegenüber Auftraggebern und Kunden
Hier bietet der ZNU-Standard 2026 eine starke Absicherung: Nachhaltigkeitsmanagement, Ziele, Kennzahlen und Nachweise werden im Zertifizierungsverfahren systematisch geprüft. Bauunternehmen erhalten damit eine belastbare Grundlage, um Nachhaltigkeitsleistungen gegenüber Auftraggebern und Kunden nachvollziehbar zu kommunizieren und Greenwashing-Risiken deutlich zu reduzieren. Konkrete Werbeaussagen müssen dabei weiterhin inhaltlich korrekt, nachweisbar und vom tatsächlichen Zertifizierungsumfang gedeckt sein.
Mit ihrer bestehenden Akkreditierung für Zertifizierungen nach ISO 37301 kann die Zertifizierung Bau GmbH dabei auch den Bereich Compliance einbeziehen und Unternehmen einen ganzheitlichen Zertifizierungsansatz bieten, der Nachhaltigkeitsmanagement, Compliance und bereits etablierte Managementsysteme sinnvoll miteinander verbindet.
Bei Fragen zum ZNU-Standard 2026 steht Ihnen Herr Ralf Radtke gerne zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie auch hier.
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Dipl.-Ing. Ralf Radtke
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