Mit der Zertifizierung nach dem Arbeitsblatt W 120 zeigen Bohrunternehmen einerseits, dass Sie die Qualitätsstandards des Regelwerks einhalten, andererseits auch, dass Sie mit Ihrer Arbeit Qualität bieten.
Dazu gehören auch die regelmäßigen Fortbildungen, die das Regelwerk vorsieht. Diese sind ein wichtiger Baustein den eigenen Wissensschatz regelmäßiges aufzufrischen und zu aktualisieren. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Mitarbeiter nach aktuellem Stand der Technik arbeiten und die Qualität hochhalten.
Unser Seminar wird als Fortbildungsmaßnahme für die Zertifizierung nach W 120-2 anerkannt und richtet sich an das Aufsichts- und Fachpersonal.
Das Geothermieseminar zum neuen Thema „Planungsfehler beim Bau von Erdwärmesonden – Erkennung und Vermeidung“ mit den folgenden Inhalten:
Seminarteil I: Erkennen von Mängeln bei EWS-Anlagen
- Auftreten von Undichtigkeiten in der Anlage.
- Frostsprengung, Vereisungen und Hebungen.
- Auftreten von erhöhtem Stromverbrauch.
- Messung der Temperaturen im Vor- und Rücklauf.
- Messung der Durchflussraten.
- Fehlermeldungen der Wärmepumpe. Welche relevanten gibt es?
- Fehlerhafter Thermal-Response-Test.
- Fehlerhaft verpresste Erdwärmesonden. Wie kann dies nachgewiesen werden?
- Fehlerhafte Abweichungen von der Lotrechten der Bohrungen. Wie kann dies nachgewiesen werden?
Seminarteil II: Beispiele für die häufigsten schwerwiegenden Planungsfehler
- Abweichung von der Ausführungsplanung ohne planerische Kontrolle der wichtigsten technischen Parameter.
- Änderung der Temperaturspreizung zwischen Sonden Vor- und Rücklauf.
- Änderung der Strömungsgeschwindigkeit: Faktoren für laminare und turbulente Strömung in den Sonden, wie kann man laminare Strömung sicher vermeiden.
- Änderung der Leistungszahl der Wärmepumpe und Fluidtemperaturen.
- Änderung der Rohrnetzberechnung und Druckverluste.
- Änderung Wärme- und Kältebedarfe, Heiz- und Kühlleistung, Daten zur Wärmepumpe, COP, SCOP, Delta T.
- Verstoß gegen die Auflagen der Wasserrechtlichen Erlaubnis und Bergrechtlichen Genehmigung, Bohrtiefenbegrenzung, Wasser- und Heilquellenschutzgebiete, Methangasverbreitungsgebiet, Explosionsschutzkonzepte, Grundwasserstockwerke.
Seminarteil III: Nachrechnen und Erklären der schwerwiegenden Planungsfehler mit Hilfe der Software EWS
- Vorstellung der Leistungsfähigkeit des Simulationsprogrammes EWS Huber Energietechnik Schweiz.
- Auswirkung der passiven Kühlung auf die Anlage.
- Auswirkung der Temperaturspreizung zwischen Sonden Vor- und Rücklauf.
- Auswirkung der laminaren Strömung auf die Sondenmeter der Anlage.
- Faktoren für laminare und turbulente Strömung in den Sonden, wie kann man laminare Strömung sicher vermeiden.
- Auswirkungen einer fehlerhaften Wärmeleitfähigkeit.
- Auswirkungen der Verwendung des Arbeitsfluids Wasser-Glykol, Ethanol und Wasser auf die Erdsondenanlage.
Zielgruppe: Fachaufsichten, Bauleiter und Fachpersonal
Abschluss: Teilnahmebescheinigung
Uhrzeit: 09:30 bis 15:30 Uhr
Teilnahmegebühr: 370,- € je Teilnehmer zzgl. MwSt. (inkl. Tagungsunterlagen, Teilnahmebescheinigung und Verpflegung)