Mit der Zertifizierung nach dem Arbeitsblatt W 120 weisen Bohrunternehmen nach, dass sie die Qualitätsanforderungen des Regelwerks erfüllen und ihre Leistungen auf einem hohen fachlichen Niveau erbringen.
Dazu gehören auch die regelmäßigen Fortbildungen, die das Regelwerk vorsieht. Sie tragen dazu bei, den eigenen Wissensschatz regelmäßiges aufzufrischen und zu aktualisieren. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Mitarbeiter nach aktuellem Stand der Technik arbeiten und die Qualität hochhalten.
Unser Seminar wird als Fortbildungsmaßnahme für die Zertifizierung nach W 120-1 und W 120-2 anerkannt und richtet sich an das Aufsichts- und Fachpersonal.
Themenschwerpunkte:
Allgemeine Geologie
- Welche Gesteine/Böden gibt es?
- Ablagerungsszenarien; Unterschiede Nord-Süd, Lockergesteine, Festgesteine und Eigenschaften
- Typische glaziale Schichtfolgen und ihre Tücken, was kommt wann und Standard-Abfolgen in Norddeutschland
Praxis: Gesteinskunde und Genese
- Welche Böden sind gut geeignet für Brunnenbau und wo bestehen Herausforderungen
- Was spürt die Bohrmannschaft? → Auflockerung, Scherkräfte, Bohrfortschritt, hoher Widerstand
- Identifizierung von Hands-on-Proben
Erörterung verschiedener Herausforderungen bei Brunnenbau
- Warum machen schmalbandige Schlufflagen massive Probleme?
- Wie führen Wechselkorn-Schichten zu Sandfall?
- Warum ist „unten ist die Qualität bestimmt besser“ oft ein Irrglaube?
- Wie unterstützen natürliche Böden die Arbeit des Brunnenfilters?
Praxis Beispiel
- Wasserdurchfluss durch verschiedene Böden, Sickertest im Vortragsraum
- Unterschied zwischen „klarer“ und „kolloidreicher“ Trübung
Gruppenaufgabe
- Probe analysieren
- Eigenständig eine Empfehlung entwickeln: „Kann man hier Brunnen ausbauen? Und wenn ja, wie?“
- Präsentation der Einschätzungen
Zielgruppe: Fachaufsichten, Bauleiter und Fachpersonal
Uhrzeit: 09:30 bis 15:30 Uhr
Teilnahmegebühr: 370,- € je Teilnehmer zzgl. MwSt. (inkl. Tagungsunterlagen, Teilnahmebescheinigung und Verpflegung)