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Kampfmittelsondierung im Fokus

Diesjährige Abschlussveranstaltung „Frühstücksforum“ in Hamburg

Abschluss der erfolgreichen Reihe „Frühstücksforum“ in diesem Jahr bildete der Vortrag „Brunnenbohren mit Explosion – Kampfmittelsondierung“ im Elbphilharmonie Pavillon in Hamburg. Unter Federführung von Frank Dreßler und Andreas Stumm hatte das Team der Zertifizierung Bau GmbH in die Hansestadt geladen und den Gästen neben dem Fachvortrag auch eine Führung zur Elbphilharmonie geboten.

Dass das Thema „Kampfmittelsondierung“ 70 Jahre nach Kriegsende an Brisanz gewinnt, verdeutlichte als Fachreferentin Christine Buddenbohm. Etwa 100 000 Tonnen Blindgänger – an unterschiedlichen Orten und in unterschiedlichen Fundtiefen in Deutschland – seien bisher nicht geborgen. „Eines ist sicher: Die Fliegerbomben mit chemisch-mechanischen Langzeitzündern sind noch immer tickende Zeitbomben – und liegen nicht nur innerhalb der Ballungsgebiete.“ In Zusammenarbeit mit der Zertifizierung Bau und dem Hamburger Senat sei in diesem Jahr eine Schulung zur Kampfmittelsondierung ins Leben gerufen worden. „Gerade in Hamburg sind die Gefahren durch Blindgänger bekannt, doch auch in weiteren Städten und Regionen könnte diese Schulung Schule machen.“ In ihren Ausführungen ging die Diplom-Geologin unter anderem den Themen Pflicht zur Kampfmittelerkundung, rechtliche Grundlagen, Bohrverfahren und Probenahmen sowie Dokumentation von Bohr- und Verfüllmaßnahmen nach. Deutlich wurde auch, dass zahlreiche Fragen noch offen und von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt sind: „Für Betroffene besteht daher eine große Rechtsunsicherheit. Die Pflicht zur Kampfmittelerkundung wird durch das öffentliche Baurecht geregelt. Der Bauherr ist verantwortlich und muss Baugrund zur Verfügung stellen, wo keine Kampfmittel vorgefunden werden – dennoch besteht ein Restrisiko.“ Gemeinsam mit der Zertifizierung Bau und der Hamburger Umweltbehörde sei ein Merkblatt entwickelt worden, ein Anforderungskatalog liege seit 2014 vor. Als Musterland könne Brandenburg bezeichnet werden, hier seien beispielsweise kostenlose Anfragen zu Munitionsbergungsdiensten gewährleistet.