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34. Niedersächsischer Baugewerbetag in Osnabrück

Humorvoll, mahnend und überaus professionell hatte der Präsident des Baugewerbe-Verbandes Niedersachsen den 34. Niedersächsischen Baugewerbetag in Osnabrück eröffnet. Als Sponsor war auch die Zertifizierung Bau vertreten, vor Ort war Sabine Bodtländer.

Dipl. Ing. Christian Staub mahnte in seiner Einführung zum nachfolgenden Thema „Digitalisierung“, dass es nichts nütze, Befürchtungen zu schüren. „Werde ich abgehängt? Verpasse ich etwas? Wie muss ich mich auf die Digitalisierung vorbereiten? Dies sind oft gestellte Fragen, auf die wir von unseren Referenten hoffentlich Antworten erhalten.“ Dennoch zeigte sich Staub zuversichtlich: „Wer das Bauen nicht beherrscht, kann nicht digitalisieren.“ Eines sei jedoch sicher: „Wenngleich ein abgedroschener Begriff, ist die Digitalisierung kein Schnupfen und geht daher nicht wieder weg.“

Eingeladen hatte der Baugewerbeverband Prof. Martin Thieme-Haack von der Hochschule Osnabrück, der der Frage nachging, wie digital das Baugewerbe 2030 sein wird. Über das Thema „Sanieren im Bestand mit Hilfe von BIM“ referierte M.Sc. Jelde Borgmann von der BIM Consult GmbH. Nach diesen Vorträgen brachte es der Hauptgeschäftsführer auf den Punkt: „Ich fühle mich beinahe erschlagen von diesem Input.“ Moderiert von Matthias Wächter diskutierten Christian Staub und die beiden Experten über Sinnhaftigkeit und zukünftige Umsetzung der Digitalisierung. Wächter ging unter anderem den Fragen nach, was die Digitalisierung den kleinen Betrieben nutze, wie vorbereitet der Nachwuchs sei und ob sich die Digitalisierung auch bei Privathäusern durchsetzen könne? Christian Staub stellte heraus: „Wir sind sicherlich mutig, aber die digitale Verpflichtung darf nicht überhand nehmen.“ Matthias Wächter wiederum zeigte sich überzeugt, dass zukünftig in Mitarbeiter investiert werden müsse, die sich in diesem Bereich weiterbilden möchten. Jelde Borgmann sprach eine einfache Empfehlung aus: „Trauen Sie sich einfach, anzufangen.“

Im nachfolgenden öffentlichen Teil erläuterte der Präsident seinen „baupolitischen Standpunkt“ und bilanzierte die Arbeit des Verbandes. Ebenfalls zeigte er verschiedene „Schwachstellen“ auf, wo zukünftig erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich sei. So müsse unter anderem bei der Bahn auf eine mittelstandsgerechte Auftragsvergabe geachtet werden. Im Blick behalten werden müsse auch der Preisanstieg bei einigen Baustoffen sowie bei der Anlieferung, Preistreiber sei auch der Mangel an Fachkräften. Kritisch äußerte sich Staub zu den kommunalen Verwaltungen: „Was nützt die Bereitstellung von Geldern, wenn die Schreibtische in den Bauverwaltungen der Kommunen nicht besetzt sind?“ Zu diesem Thema und weiteren Fragen stehe der Verband in engem Kontakt mit der Landesregierung.